Gastronomen und Hoteliers zum Thema Mindestlohn-Anhebung

„Überbietungswettbewerb ist unverantwortlich“
schrieb die AHGZ Anfang des Jahres 2016.

Ein Jahr nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes von 8,50 Euro plädieren Verdi, NGG und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles für eine Anhebung auf 10 Euro. Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA-Bundesverbandes, betont gegenüber derAHGZ:  „Ich halte einen solchen Überbietungswettbewerb zur Anpassung der Mindestlohnhöhe für unverantwortlich und zudem für absprachewidrig. Es gibt eine Mindestlohnkommission, deren Mitglieder Mitte des Jahres 2016 über diese Frage hoffentlich verantwortungsvoll entscheiden werden. Wir alle können uns glücklich schätzen, dass wir 2015 eine robuste Konjunktur hatten und sich der Arbeitsmarkt so positiv entwickelt hat. Auch vor diesem Hintergrund wäre es verfehlt, jetzt schon eine abschließende Bilanz zu ziehen und Erhöhungen das Wort zu reden.“

Angestoßen hatte die Debatte der im vergangenen September wiedergewählte Verdi-Chef Frank Bsirske. Auch Michaela Rosenberger, die für die Arbeitnehmer in der Mindestlohnkommission sitzt, plädiert für eine schnelle Erhöhung. „8,50 Euro pro Stunde sind kein Lohn, von dem es sich in Deutschland wirklich leben lässt“, so die Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles betonte kürzlich gegenüber der Rheinischen Post: Es gehe Deutschland ökonomisch gut und die Löhne seien gestiegen. Davon solle auch der Mindestlohnprofitieren.

Quellennachweis: http://www.ahgz.de

1 Antwort
  1. Katrin
    Katrin sagte:

    Dass der Mindestlohnt eingeführt wurde, war schon sehr wichtig, dennoch muss sich in diesem Bereich noch einiges mehr verändern, damit die Menschen auch endlich wieder von ihrem Geld leben können. Aktuell ist dies leider oftmals ja nicht der Fall.

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